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200 Jahre altes Denkmal bringt psychisch Erkrankte wieder in Arbeit

02.08.2018

Teilnehmer des Beruflichen Trainingszentrums Dresden erstellen Sanierungskonzept für fast 200 Jahre altes Denkmal | Umsetzung hat begonnen | Einweihungsfeier im Oktober 2018


Die Steinmetzarbeiten werden in der Steinmetzwerkstatt von Andreas Hempel durchgeführt. Foto: SRH/Tanja Kirsten

Im Beruflichen Trainingszentrum Dresden werden Menschen, die psychisch erkrankt waren, mit Unterstützung von Beruflichen Trainern und psychosozialen Mitarbeitern wieder fit gemacht für den Job. Übergreifende Projektarbeiten haben sich dabei als sehr hilfreich für die persönliche Entwicklung der Teilnehmer erwiesen. Sie haben beispielsweise positive Effekte für das Konfliktmanagement, die Entwicklung der Selbständigkeit, sie stärken die Eigenverantwortung und Teilhabefähigkeit. Ein solch übergreifendes Projekt ist die Wiedererrichtung des Hirschdenkmals.

Das Hirschdenkmal ist fast 200 Jahre alt und erinnert an Johann Baptista Joseph Hirsch, einen königlich-sächsischen Hauptmann der Artillerie und Helden der Völkerschlacht bei Leipzig. Ihm wurde im Jahr 1823 ein Denkmal gesetzt, das heute das einzige erhalten gebliebene klassizistische Denkmal im Dresdner Norden ist. Der Zustand des Denkmals ist allerdings verheerend. Nach Restaurierungen in den Jahren 1872 und 1900 sowie der provisorischen Instandsetzung im Jahr 1977 verfiel es fast vollkommen.

Altes Denkmal und neue Arbeit

Teilnehmer aus unterschiedlichen Trainings- und Ausbildungsbereichen des Berufsbildungswerkes Sachsen haben gemeinsam an dem Projekt gearbeitet: die Historie des Denkmals wurde recherchiert, der verlorengegangene Helm wurde nach einer Originalvorlage im Maßstab 1:1 modelliert, ein umfassendes Sanierungskonzept wurde erstellt. Alle an diesem Projekt beteiligten Teilnehmer haben mittlerweile über ihr Wirken an diesem Projekt in unterschiedlichen Unternehmen und Institutionen Arbeit gefunden oder sind in Ausbildung oder Umschulung.

Sanierung mit großer Unterstützung

Was ursprünglich nur auf konzeptioneller Ebene geplant war, wird nun tatsächlich umgesetzt. Die Sanierungsarbeiten haben begonnen. Derzeit wird der Gedenkstein in der Steinmetzwerkstatt von Andreas Hempel bearbeitet.

Unterstützung erhält das Projekt von regionalen Unternehmen, dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, dem St. Heinrichsorden e.V. zu Bamberg und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen ist eng in das Sanierungsvorhaben eingebunden und beaufsichtigt die fachgerechte Umsetzung des Sanierungskonzeptes.

Das Denkmal soll in unmittelbarer Nähe seines ursprünglichen Standortes an der Radeburger Straße / Ecke Hellerhofstraße in Dresden wieder errichtet werden. Die offizielle Einweihungsfeier wird im Oktober 2018 stattfinden.