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Denkmal bringt psychisch erkrankte Menschen wieder in Arbeit

07.10.2019

Prinz Alexander Markgraf von Meißen (Ordensherr St. Heinrichs Orden), Annekatrin Klepsch (Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden), Dr. Heike Droth (Geschäftsbereichsleiterin SRH Berufliche Trainingszentren) und Marcus von Oppen (Geschäftsführer SRH Berufsbildungswerk Sachsen) (v.l.) bei der Einweihung.

Am 7. Oktober 2019 hat das SRH Berufsbildungswerk Sachsen das restaurierte Hauptmann-Hirsch-Denkmal feierlich eingeweiht und der Landeshauptstadt Dresden übergeben. Damit endet ein einzigartiges Projekt im SRH Beruflichen Trainingszentrum Dresden nach drei Jahren.

Mit der Einweihung des Hauptmann-Hirsch-Denkmals an der Ecke Hellerhofstraße/Radeburger Straße in Dresden-Trachenberge erhält die Landeshauptstadt das letzte klassizistische Denkmal im Dresdner Norden restauriert zurück. Das Hauptmann-Hirsch-Denkmal erinnert an Johann Baptista Joseph Hirsch, einen königlich-sächsischen Hauptmann der Artillerie und Helden der Leipziger Völkerschlacht. Am Einweihungstag jährte sich sein Tod zum 197. Mal.

Über 40 Jahre lang war das Denkmal in Vergessenheit geraten, bis Mitarbeiter des SRH Beruflichen Trainingszentrums Dresden die stark beschädigten Überreste im November 2016 in der Nähe des jetzigen Standortes bargen.

Individuelle Herausforderungen

Im SRH Beruflichen Trainingszentrum Dresden erarbeiten sich Menschen nach einer psychischen Erkrankung eine neue berufliche Perspektive. Berufliche Trainings und dazugehörige Projekte berücksichtigen immer die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmer. Ein solches Projekt war die Restaurierung des Hauptmann-Hirsch-Denkmals. Die Teilnehmer erstellten ein Sanierungskonzept, recherchierten die Geschichte des Hauptmanns, modellierten den Helm und fertigten das Geländer nach einer Originalvorlage.

Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Biografien fanden über die technischen, gestalterischen und handwerklichen Arbeiten am Projekt eine sinnhafte Aufgabe, über die sie wieder erlernten, sich persönlichen Herausforderungen zu stellen und die ihnen dabei half, Eigenverantwortung, Konfliktmanagement und Teilhabefähigkeit zu stärken.

Leistungsstark trotz psychischer Erkrankung 

Nahezu alle Teilnehmer konnten über ihre Mitwirkung am Denkmalsprojekt im Beruflichen Trainingszentrum Dresden in das Berufsleben zurückkehren, zum Beispiel als Architekt, Musiklehrer oder Konstrukteur.
"Damit beweisen wir eindrucksvoll, wie leistungsstark unsere Teilnehmer trotz ihrer psychischen Erkrankungen sind. Damit Menschen mit Beeinträchtigungen gute Arbeitsbedingungen vorfinden und so eine Teilhabe möglich wird, müssen sich Unternehmen auf die Individualität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen", so Marcus von Oppen, Geschäftsführer der SRH Berufsbildungswerk Sachsen GmbH als Träger des Beruflichen Trainingszentrums Dresden.

Unterstützung erhielt das Projekt von regionalen Unternehmen (Steinmetzwerkstatt Andreas Hempel, Kunstgießerei Gebr. Ihle), dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, dem St. Heinrichs Orden zu Bamberg e.V., dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr und zahlreicher Sponsoren. Die Stadt Dresden stand dem Projekt von Beginn an aufgeschlossen gegenüber. Der Stadtrat hatte im Sommer dieses Jahres einstimmig beschlossen, das Hauptmann-Hirsch-Denkmal als Schenkung anzunehmen.
"Mit dem Hauptmann-Hirsch-Denkmal erhalten die Stadt Dresden und ihre Bürgerinnen und Bürger ein in Vergessenheit geratenes Denkmal zurück. Besonders freut es mich, dass dieses Denkmal vielen beteiligten Menschen Kraft gegeben hat, trotz einer Erkrankung nicht den Mut zu verlieren", so die zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch bei der feierlichen Übergabe des Denkmals.