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Neue Infotafel für die Sächsische Schweiz wird im Beruflichen Trainingszentrum Dresden gestaltet

07.07.2021

Fünf Teilnehmerinnen aus dem SRH Beruflichen Trainingszentrum Dresden haben in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz und dem Landesamt für Archäologie eine neue Infotafel am Arnstein im Nationalpark Sächsische Schweiz gestaltet. Die Tafel informiert zur Geschichte des Felsmassivs und der ehemaligen Burganlage, die als "Ottendorfer Raubschloss" bekannt wurde und von der heute nur noch bauliche Reste erhalte sind. Für die Frauen, die mit unterschiedlichen psychischen Beeinträchtigungen leben, war die Mitarbeit daran ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben.

Initiiert wurde das Projekt von dem Beruflichen Trainer Klaus Gnauck. "Mich fasziniert die Geschichte dieses Felsmassivs und der ehemaligen Burganlage, von der heute noch Reste erhalten sind. Ich dachte mir, dass eine Infotafel dazu für Besucher interessant sein könnte und die Gestaltung einer solchen Tafel für meine Teilnehmenden gleichzeitig ein sinnvolles Projekt wäre." In den Beruflichen Trainingszentren erarbeiten sich Menschen mit psychischen Einschränkungen eine neue berufliche Perspektive. In die Trainings sind Projekte eingebunden, die individuelle Interessen berücksichtigen und branchenübergreifende Aufgaben bieten. "Wir bemühen uns immer um sinnvolle und vielseitige Projekte für unsere Teilnehmenden. Im Trainingsbereich Konstruktion und Gestaltung haben wir ideale technische Voraussetzungen“, so Klaus Gnauck.

Vor zwei Jahren begannen die Arbeiten für die Tafel. Die Teilnehmerinnen recherchierten, erstellten Zeichnungen, verfassten Texte und fertigten eine 3D-Animtaion der künftigen Tafel an. Den druckreifen Entwurf übermittelten sie an die Nationalparkverwaltung. Die Mitarbeiter dort kümmerten sich um den Druck und das Aufstellen der rund 2,50 Meter mal drei Meter großen Tafel direkt am Arnstein-Parkplatz. Wanderer können sich von hier aus nun auf die Spuren der Raubritter begeben, die einst hier gelebt haben. "Neben der Natur sind Kultur und Heimat wichtige Bestandteile des Nationalparks", so Ulf Zimmermann, Leiter des Nationalparks Sächsische Schweiz. Er freut sich daher über das Gemeinschaftswerk am Arnstein. "Die Geschichte einer Region ist genauso ein Schatz wie die Natur selbst. Mit beidem müssen wir uns auseinandersetzen, wenn wir die heutige Situation verstehen und die Zukunft weiterentwickeln wollen.

Fachlich betreut wurde das Projekt von Dr. Ingo Kraft vom Landesamt für Archäologie und von Historiker und Burgenforscher Matthias Weinhold.

(Foto: Hanspeter Mayr, Nationalparkverwaltung)